Thüringer Bahnradsprinter stark bei der EM – 28.10.2016

Pauline Grabosch vom RSC Turbine Erfurt gefiel bei der Europameisterschaft trotz einer vorherigen zweiwöchigen Erkrankung, ihrem ersten Start in der Eliteklasse in Saint-Quentin-en Yvelines in der Nähe von Paris, besonders im 500m-Zeitfahren. Hier unterlag die 18-Jährige lediglich der Russin Schmelewa um 8/1000stel Sekunden und holte völlig überraschend die Silbermedaille. „Das war eine ganz starke Leistung, mit der ich vorher nicht gerechnet hatte“, bilanzierte ihr Heimtrainer Tim Zühlke.

Auch als Fünfte im Sprint bewies sie ihr hohes Leistungsgrundniveau. Dagegen muss sie künftig an ihrer taktischen Ausrichtung bei den harten Keirinsprints, wo sie Elfte wurde, arbeiten um weiter nach vorn zu kommen. Auch ihr Rang sieben im Teamsprint mit der Ausdauerfahrerin Gudrun Stock, die Olympiastarterin wechselte inzwischen aus Erfurt zurück nach München, kann sich durchaus sehen lassen. Auch der Erfurter Jan May war als 21-Jähriger bei seiner ersten großen Europameisterschaft sehr gut drauf, holte mit dem Teamsprint-Trio die Bronzemedaille und landete im Sprint auf Rang 13. Auch der mit erst 20 Jahren jüngste Erfurter Mark Jurczyk, der erst ein Jahr den reinen Sprint trainiert, glänzte beim 1000m-Zeitfahren als Siebenter nach 1:01, 985 min. das sind fast 60 km/h mit persönlicher Bestzeit und komplettierte dieses tolle Ergebnis als Vierter beim Keirin. „Mit diesen Ergebnissen qualifizierten sich Jan und Mark für den ersten Weltcup in Glasgow und Pauline wird beim zweiten Weltcup im niederländischen Apeldoorn dabei sein“, freute sich Tim Zühlke.
Beim Finale der Steher über eine Stunde kamen bei dem überragenden Sieg des Deutschen Meisters Stefan Schäfer(Cottbus) nur fünf Gespanne des Achterfeldes ins Ziel. Dabei eroberte der Erfurter Schrittmacher Gerd Gessler, mit dem starken Franz Schiewer(Brandenburg) an der Rolle, ohne einen Angriff auf das Spitzenduo gefahren zu haben, die Silbermedaille vor dem dreifachen Ex-Europameister und Sieger der TBK open im Vorjahr in Erfurt, Giuseppe Atzeni/Schrittmacher Rene Aebi(beide Schweiz), die allerdings von drei Motorschäden betroffen waren.

 

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